Kinder aktiv

KINDER AKTIV !

In der karnevalistischen Matinee in der Kölner Philharmonie am 29.1.2017 dominierten und glänzten mit ihren Auftritten zahlreiche Kinder-Chöre und –Tanzgruppen. Nicht nur kölsche Lieder und Kinderpower – mit selten zu hörendem Philharmonie-Orgeleinsatz –  begeisterten das Publikum, sondern auch klassische Harfenmusik – in Kinderausführung……

Da überlegte ich: Warum eigentlich nehmen im Bergisch Gladbacher Rommerscherid alljährlich hunderte Kinder mehr oder weniger nur passiv an den St. Matins- und Nikolausfeiern teil (was ja lobenswert ist), lassen sich beschenken, sind aber in Rommerscheid nicht aktiv? Auch sie könnten  sich doch – zusammen mit  Erwachsenen – am „neuen Leben“ der St. Engelbert Kirche beteiligen! Allerdings müssten sie „hineingezogen“ werden – z.B. zu Wettbewerben (Texte und Fotos über Rommerscheid und Umgebung), zu ökumenischen und mehrsprachigen fröhlichen Gottesdiensten…. Eine schon vorhandene kleine Kinder-Chorgruppe ist ja sicherlich der Anfang…..

Ein Ausflug z.B. in die Kölner Philharmonie als Ansporn zu Aktivitäten am eigenen Ort, In der Rommerscheider Heimat?!

Dr. Manfred Gabor

Gedanken zum Jahreswechsel

Über Langlebigkeit und die Zeit
Ein wichtiges Thema einer Tagung der Deutschen Gesellschaft für innere Medizin war die Langlebigkeit, die beim Menschen „ ein multifaktorielles Geschehen ist, wobei sowohl genetische (familiäre) als auch umweltbedingte Faktoren eine Rolle spielen“. Ergebnisse von zahlreichen Studien weisen auf eine genetische Komponente von etwa 25% bei Langlebigkeit hin. Der Mensch könnte zwar 120 Jahre und älter werden (!), aber ewig leben wird er auf Erden nie. „Lerne alt zu werden mit einem jungen Herzen; das ist die Kunst“. (Goethe)
Es ist immer noch Zeit, nie zu spät, BESSER zu leben – mit Pausen…; denn „ein Leben ohne Pause ist ein Leben ohne Sinn“. (E. Jünger)
– – – –
„Nimm dir Zeit, um zu arbeiten, es ist der Preis des Erfolges.
Nimm dir Zeit, um nachzudenken, es ist die Quelle der Kraft.
Nimm dir Zeit, um zu spielen, es ist das Geheimnis der Jugend.
Nimm dir Zeit, um zu lesen, es ist die Grundlage des Wissens.
Nimm dir Zeit, um freundlich zu sein, es ist das Tor zum Glücklichsein.
Nimm dir Zeit, um zu träumen, es ist der Weg zu den Sternen.
Nimm dir Zeit, um zu lieben, es ist die wahre Lebensfreude.
Nimm dir Zeit, um froh zu sein, es ist die Musik der Seele“.
(Irländische Quelle)
– – – –
„Die Zeit zerrinnt: unser Leben wird wie Wolkenfetzen vorüberziehen – und wie zarte Nebelschwaden von Sonnenstrahlen vertrieben werden“. (H. Hesse)
– – – –
Andreas Gryphius – einer der großen Schlesier-Barockdichter – verkündet zwar wortgewaltig (u.a. in seiner „Betrachtung der Zeit“) die Überzeugung von der Nichtigkeit alles Irdischen, fordert aber andererseits zu Taten auf: „Wach auf, mein Herz, und denke“… Alles ist eitel und vergänglich, aber trotzdem müssen wir uns aufraffen, da, wo wir in diesem Leben stehen, vernünftig und verantwortungsvoll zu handeln. Allein der kühle Verstand reicht aber nicht aus, das Herz muß beteiligt sein. Und Angelus Silesius – ein weiterer berühmter Schlesier – sagt: „Nicht straucheln oder stille stehn“… Denn – flüchtig ist die Zeit:
„Rosen plücke, Rosen blühn,
morgen ist nicht heut!
Keine Stunde laß entfliehn –
flüchtig ist die Zeit!
Trink und küsse!
Sieh, es ist heut Gelegenheit!
Weißt du, wo du morgen bist?
Flüchtig ist die Zeit“. (J.W.L. Gleim)
Also:
„Utere tempore“ (Ovid): NUTZE die Zeit aus!
Jeden Tag, ja jede Stunde, jede Minute, jeden Augenblick als Geschenk zu genießen, Vergangenem nicht ewig nachzutrauern und über Bevorstehendes nicht zu viel grübeln – diesen Rat kann man auch in zwei weiteren kurzen Worten zusammenfassen:
„Carpe diem“: GENIESSE (nutze) den Tag!

Dr. med. Manfred Gabor